Arbeitswelt

Wenn der Job zur Belastung wird

10.09.2017 - Es gibt eine neue Studie des Statistisches Bundesamtes zum Thema Arbeitswelt. Diese Studie kann durchaus mit der Überschrift „Wenn der Job zur Belastung wird“ versehen werden. Die erste Erkenntnis der Statistiker ist, dass sich unsere Arbeitswelt in den letzten Jahren infolge wachsender Leistungsanforderungen, ständiger Erreichbarkeit und Termindruck verändert hat.

30,3 Wochenarbeitsstunden

Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit eines Vollbeschäftigten betrug 2016 in Deutschland 35,1 Stunden. Im öffentlichen Dienst in Baden-Württemberg arbeiten Tarifangehörige 39,5 Wochenarbeitsstunden und Beamte 41 Wochenarbeitsstunden. Die Tränen kann es einem in die Augen treiben, wenn man sieht, dass die Niederländer mit 30,3 Wochenarbeitsstunden einen noch geringeren Wert aufweisen.

Steigende Arbeitsbelastung macht krank

Die Studie hat auch einen Blick auf die Arbeitsbelastung geworfen. Demnach fühlte sich im Jahr 2015 etwa jeder Vierte Erwerbstätige besonders körperlich belastet. Dieser Trend ist auch in unserer Landesjustiz zu beobachten. Mangelnder Nachwuchs, unbesetzte Stellen, Stellenkürzungen, Krankheits- und Urlaubsvertretungen, Fortbildungen und so weiter bei ständig steigenden Anforderungen lässt die noch vorhandenen Erwerbstätigen resignieren und krank werden.

Führungspositionen

Interessant ist laut der Studie, dass sich hochqualifizierte Jobs im Aufwind befinden. Dazu zählen etwa Akademiker aber auch Fachkräfte zum Beispiel im Technik- oder Gesundheitsbereich. Bemerkenswert ist, dass 47 Prozent der erwerbstätigen Frauen in solchen Jobs arbeiten. Bei den Männern sind es nur 42 Prozent. Und dennoch üben doppelt so viele Männer wie Frauen eine Führungsposition aus.

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