Rosenberger

Birgit Krätz-Boch Donnerstag, 4. April 2019 von Birgit Krätz-Boch

BBW-Vorsitzender Rosenberger spricht in Freiburg vor Mitgliedern der Bezirksgruppe

Veranstaltung der BezGr Freiburg

Der Landesvorsitzende des BBW, Kai Rosenberger, hatte am 21.03.2019 zu einer Infoveranstaltung in die Kantine der OFD Freiburg eingeladen. In seiner kurzweiligen Rede erinnert Rosenberger daran, dass unser Land sich seit elf Jahren im Aufschwung befindet und dass es nun an der Zeit war, die Bediensteten im Öffentlichen Dienst auch besser zu besolden.

Jämmerliches Abschneiden

Eine Rezession sieht er momentan nicht. Import und Export haben zugelegt; das Wachstum ist weiterhin gegeben. Er vertritt die Meinung, dass die lange Laufzeit des Vertrages sich gut auswirken kann, wenn sich zum Beispiel in nächster Zeit die Rahmenbedingungen ändern sollten, was ja durch Brexit oder andere weltwirtschaftlichen Einflüsse leicht passieren kann. Dass es für die Tarifbeschäftigten keine neue Entgeltordnung geben wird, bedauert er sehr. Für die Beamten wird eine 1 zu 1-Übertragung des Tarifergebnisses gefordert, ebenso für die Pensionäre. Die Finanzministerin hat diesem Ansinnen zugestimmt, nicht zuletzt aufgrund des hohen Drucks des DBB. Anhand von Beispielen in denen er die Wochenarbeitszeiten, die Zahl der neu geschaffenen Stellen oder aber die Zahl der Bediensteten in den Verwaltungen in Relation zu den Einwohnern vergleicht, erläutert Rosenberger das jämmerliche Abschneiden von Baden-Württemberg. (Teilweise der letzte Platz.)

Bekenntnis zu Staatsdienern ist in Bayern groß

Selbst Nehmerländer gehen besser mit ihren Staatsdienern um. So ist es das Ziel des BBW diese Lücken zu schließen und an die Leistungen des Bundes und beispielsweise Bayerns anzuschließen. Bayern bekennt sich zu seinen Staatsdienern und auch Versorgungsempfänger und Auszubildende profitieren davon. Das Bundesverfassungsgericht hat zu Recht die in Baden-Württemberg eingeführte abgesenkte Eingangsbesoldung als rechtswidrig erklärt. Die Kostendämpfungspauschale, die selbst in Ländern wie Berlin und Sachsen-Anhalt abgeschafft wurde, muss gestrichen werden. Die unteren Besoldungsgruppen müssen erhöht werden, die Wochenarbeitszeit gehört dringend gekürzt.

Anschließend hatten die Zuhörer noch die Möglichkeit dem Vorsitzenden Fragen zu stellen. Davon wurde reger Gebrauch gemacht.

Fazit: der Kontakt zur Basis ist wichtig, damit auch wir die Hintergründe mancher Entscheidungen besser verstehen und auch anders herum dürfte es für Kai Rosenberger von enormem Interesse sein, zu erfahren wo der Schuh drückt.

Birgit Krätz-Boch
Schriftführerin
Bezirksgruppe Freiburg

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